Lüneburger Rechtsgespräch zu KI in der Rechtsberatung
Kernaussage: Im Lüneburger Rechtsgespräch (Mai 2026) diskutierte Dr. Gerrit Beckhaus (Partner bei Freshfields, Co-Head des Freshfields Lab) den Einfluss von KI auf die anwaltliche Praxis. Sein Fazit: KI wird die juristische Arbeit grundlegend verändern – nicht ob, sondern wie sie integriert wird, ist die zentrale Frage.
Schlüsselpunkte:
- Aktueller Stand:
- KI-gestützte Qualitätsprüfung von Schriftsätzen ist heute Standard.
- Agentische Systeme (selbstständig koordinierende KI) übernehmen zunehmend ganze Arbeitsabläufe.
- Rolle der Anwält:innen: Verschiebt sich hin zu kritischer Validierung und Kontextualisierung von KI-Output.
- Zukunftsaussichten:
- Ungewissheit: Prognosen zum Rechtsmarkt in 2–3 Jahren sind spekulativ.
- Neue Dienstleistungen: KI ermöglicht innovative Formate (z. B. Lizenzierung kanzleispezifischer KI-Tools für Mandant:innen).
- Rat an Studierende: Frühzeitige, reflektierte Auseinandersetzung mit KI ist entscheidend, um die Zukunft aktiv mitzugestalten.
- Ziel der Leuphana Law School: Die Ausbildung soll an die digitale Transformation angepasst werden, um Studierende auf die veränderte Berufswelt vorzubereiten (Prof. Dr. Stefan Klingbeil).
Ausblick: Nächstes Rechtsgespräch am 16. Juni 2026 mit Prof. Dr. Patrick Hilbert (Uni Münster) zum Thema „Gibt und braucht es eine Verwaltungsrechtstheorie?“
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